Aquarienanlage
Aufbau einer Aquarienanlage
Viele einleitende Worte brauche ich wohl nicht zu machen. Als Aquarianer kann man nie genug Platz für neue Fische haben. Nach meinem letzten Umzug hatte ich dann doch tatsächlich etwas Platz und begann eine Anlage zu planen.
Zuerst mussten einige vorbereitende Überlegungen gemacht werden. Welche Fische sollte in die Anlage, will ich einen Zentralfilter oder jedes Becken einzeln filtern. Wie sollte der Filter aussehen? Worauf stelle ich die Becken? Ein Schwerlastregal, Holz oder Alu? Wie man sieht hatte ich da einige Nüsse zu knacken.
Ich dachte mir zuerst, daß ich es mit L-Welsen versuchen will, aber da erschien mir der zur Verfügung stehende Platz zu gering. Dann dachte ich an Panzerwelse, diese hatte ich schon immer aber mich noch nie ausschliesslich um sie gekümmert. Das wars! Bingo! Schonmal eine Hürde genommen. Als nächstes ging es um die Beckengröße. Ich hatte etwa 140cm Platz und entschied mich für 2x 60cm nebeneinander. Das passt. Nun aber kam die Frage nach dem Regal. Ich hielt lange Ausschau, aber ein Schwerlastregal kam nicht in Frage, da diese meist andere Maße haben, als ich brauchte. Holz hatte ich auch nicht so überzeugt. Dann bekam ich die Anregung, es mit Schienen an die Wand zu hängen. Eigentlich nicht schlecht, aber ich traue unserer Wand das nicht zu. Zum Schluß habe ich mich dann für ein Alu-Stecksystem entschieden, denn da kann man sich die Maße genau zuschneiden lassen und stabil ist es auch.
Als nähstes musste ich mir überlegen, wie ich die Filterung machen wollte. Rein vom Platz her wollte ich eigenlich keine Zentralfilterung haben, andererseits hat man dadurch natürlich ein größeres stabileres Wasservolumen. Wobei man sich hierbai aber auch Krankheiten oder Parasiten leicht in alle Becken schleppen kann. Und man kann keine unterschiedlichen Wasserwerte fahren. So habe ich mich dann doch für eine Einzelfilterung der Becken entschieden.
Nun kam die Frage nach dem Filtersystem. Nach einiger Überlegung fiel die Wahl auf eine großvolumige Membranpumpe. Ich fand auch ein geeignetes Modell mit 45L/Min. Damit kann ich nun auch meinen anderen Becken betreiben. In die einzelnen Becken habe ich Eck-Mattenfilter eingeklebt. Dazu habe ich einfach Kabelkanal für Elektroleitungen verwendet. Nach dem ablängen auf die richtige Länge, habe ich noch zusätzlichen Löcher hineingebohrt und die Rückseite mit Schmiergelpapier aufgerauht. Durch diese Maßnahmen haftet das Silikon besser am Kunststoff. Also habe ich es so befestigt und es hält wirklich gut.
Nachdem der Silikon nach ca. 24h getrocknet war, habe ich die Matten zurechtgeschnitten. Da ich noch grobporige Matte hatte, nahm ich diese, da ich denke, daß durch die Biegung in Eck-HMF die Matte gestaucht wird und dieser Effekt sich nicht sonderlich auf eine grobe Matte auswirkt. Ich hatte ja an anderer Stelle schon vom Zusetzen einer feinen Matte berichtet (HMF). Nach dem Einpassen der Matte habe ich den Luftheber (tschechische Bauart aus Elektrorohr) an die vorgesehene Stelle platziert. Dazu wurde noch ein Heizstab installiert und die technische Ausstattung war fertig.
Für die Rückwand brauchte ich auch noch was, denn eine weiße Wand mag ich mir ja nicht anschauen. Die einfachste und billigste Möglichkeit ist ein dunkelblauer Müllsack. Diesen habe ich zurechtgeschnitten und mit Klebeband an der Rückseite des Aquariums fixiert. Für meine Ansprüche genügt das voll und ganz.
Jetzt stellte ich die Becken an ihren Platz und dann kam das übliche: Auswischen und reinigen, etwas Wasser einfüllen zur Dichtigkeitsprüfung, Sand waschen etc.
Aber hier nochmal alles im Bild, da kann man sich das besser vorstellen.
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Dieser Beitrag wurde uns freundlicherweise von www.siluriphil.de
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Das Copyright für den Beitrag und die Bilder liegt bei Mathias Teucke, Siluriphil.de
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